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Der fremde Tibeter

Wir ihr wisst, stelle euch hier nicht nur Bücher vor, die neu erschienen sind, sondern auch ältere Bücher, die mir sehr gut gefallen haben und die ich immer wieder mal lese.

Heute stelle ich euch ein Buch vor, dass bereits 2002 erschienen ist und das ihr unbedingt gelesen haben solltet, wenn ihr Krimis mögt, euch für tibetischen Buddhismus und fremde Welten interessiert.

Der Autor, Eliot Pattison, ist Journalist, Rechtsanwalt und ein profunder Kenner des Tibetischen Buddhismus. Er ist oft nach China und Tibet gereist und das merkt man dem Buch auf jeder Seite an.

Worum geht es?

Der Polizist Shan fällt in Ungnade und wird in ein chinesisches Arbeitslager im besetzen Tibet verbannt. Als ein Mord passiert, darf er wieder ermitteln. Natürlich nur im Sinne der chinesischen Regierung. Shan findet versteckte Klöster und Höhlen, in denen die Tibeter ihren Widerstand organisieren, trifft beeindruckende Menschen – und stößt auf so manchn Ungereimtheit, die der chinesischen Regierung nicht schmecken wird. Und Shan weiß, was mit Menschen passiert, die sich gegen die Besatzungsmacht stellen. Eine Drahtseilakt.

Fazit

In den USA wurde das Buch mit dem renommiertesten Krimipreis, dem Edgar Allen Poe Award, ausgezeichnet. Aber dieses Buch ist so viel mehr als ein Krimi. Es entführt in eine fremde, mystische Welt. Man lernt ganz nebenbei viel über den Tibetischen Buddhismus, über das besetzte Tibet und den Kampf gegen die Besatzungsmacht China. Und damit ist es -leider- immer noch hoch aktuell. Absolut packend erzählt. Inzwischen gibt es übrigens schon neun Bände von Ermittler Shan.

  • Titel: Der fremde Tibeter
  • Autor: Eliot Pattison
  • Übersetzer: Thomas Haufschild
  • Erscheinungsjahr 2002
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10:3746618320
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Renzension: Der alte Mann und das Meer

In Zukunft möchte ich auf diesem Blog häufiger Bücher vorstellen. Und zwar nicht nur Bücher, die vielleicht gerade erst erschienen sind (die natürlich auch), sondern auch Klassiker und Bücher, die ich im Laufe der Zeit gelesen  und die mich begeistert haben.

Heute geht es um einen Klassiker der Weltliteratur. Ernest Hemingways “ Der alte Mann und das Meer.“

Worum es geht

Der Plot ist einfach: Ein kubanischer Fischer fährt zum Fischen aufs Meer. Nach langer Zeit gelingt es ihm endlich wieder, einen großen Fang zu machen. Aber bekommt er ihn trotz vieler Gefahren auch an Land? Kann er den Fang retten und damit auch sein eigenes Überleben sichern?

Daraus macht Hemingway eine Geschichte, die an Spannung kaum zu überbieten ist und zeigt, dass eine fesselnde Geschichte nicht unzählige Handlungsstränge und Protagonisten braucht.

Fazit

Hemingway hat für diesen Roman nicht umsonst den Pulizer Preis gewonnen und später auch den Literaturnobelpreis erhalten. Absolut empfehlenswert.

  • Titel: Der alte Mann und das Meer
  • Autor: Ernstest Hemingway
  • Übersetzer: Werner Schmitz
  • Erscheinungsjahr: 1914
  • ISBN-10:978-3-499-26767-3

 

Allgemein · Blog

Romanfiguren

Wenn man einen Roman schreibt, erfindet man Figuren. Oder man fügt real existierenden Personen neuen Eigenschaften oder Details hinzu und sie werden so Teil eines Romans. So ist es auch in meinem Roman „ Vom Flüchten.“ Die Figur der „Paula“ ist meiner eignen Großmutter mit gleichem Namen nachempfunden.

Ich hatte nur wenig Kontakt zu meiner Großmutter Paula. Sie lebte in Süddeutschland, wir im Hohen Norden. Einmal im Jahr kam sie uns für drei Wochen besuchen. Die schönste Zeit des Jahres für meine Mutter, die ihre Mutter vergötterte.

Oma Paula erlebte ich streng und distanziert, fast kühl. Im Gegensatz zu meiner anderen Großmutter, die immer in einer Kittelschürze herumlief und im Garten buddelte, wenn wir sie besuchten, war Paula tadellos und chic gekleidet, trug Hosen und elegante Blusen. Das war in den 70er Jahren nicht üblich. Sie war keine Kuscheloma, die dicke Käsestullen schmierte und uns Süßigkeiten zusteckte wie meine andere Großmutter. Sie hat mich beeindruckt, mit ihrer Disziplin und Haltung. Der Kraft, die sie ausstrahlte. Trotz ihrer körperlichen Zartheit.

Beide Großmütter starben kurz hintereinander, als ich 13 war und gerade anfing zu begreifen, dass Großmütter nicht nur Großmütter waren, so Frauen mit einer langen Geschichte. Ich hätte gern mehr von ihnen erfahren. Ich weiß, dass beide im Krieg allein mit einer Schar von Kindern flüchten mussten. Auf der Flucht erlebten sie Traumatisches, verloren beide ihr jüngstes Kind. Aber es gab keine Zeit zu trauen, keine Unterstützung. Sie mussten funktionieren und die Kinder durchbringen.

Sie habe Unmenschliches geleistet. Deshalb habe ich den Frauen meiner Familie auch mein Buch gewidmet. In unserer patriarchalen Welt geht es oft nur um die Männer, auch was den Krieg angeht. Das Schicksal der Frauen wird kaum gewürdigt.

Welche real existierende Person würdet ihr ein einen Roman einbauen? Welcher Person würdet ihr ein Buch widmen?

Allgemein · Blog · Vom Flüchten

Skoutz- Award : Die Midlist!

Mit etwas Verspätung  wurden heute die Nomminierten des Skouz-Awards in der Kategorie „History“ bekannt gegeben. Die Spannung war daher um so größer und was soll ich sagen: Ich bin dabei!
„Vom Flüchten“ wurde von Jurorin Anna Castronovo, die den Preis im letzten Jahr gewonnen hat, unter die letzten neun Romane gewählt.
Vom 12.07. bis zum 26.07.2020 dürft ihr dann abstimmen, welche 3 Bücher es aus dieser Midlist auf die Shortlist History 2020 und damit in die nächste Runde schaffen.

Vorher sind noch Vorstellungen und Interviews geplant.

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Grüße aus Lübgust

Gestern bekam ich eine nette Nachricht aus Polen. Wie ihr vielleicht wisst, spielt ein Teil meines Buches im Dorf Lübgust im heutigen Polen. Lübgust war zum einen ein Gutshof, aber auch ein Dorf. Und nun habe ich Fotos beziehungsweise alte Postkarten von dem Ort bekommen. Agnieska und Konrad leben in Lübgust und sammeln alle möglichen Infos über den Ort. So sind sie wohl auch auf mein Buch gekommen.

Lübgust Kirche
Kirche in Lübgust

Gut Lübgust
Gut Lübgust

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Weihnachten – das Fest der Bücher

Für viele wird es ein Schock sein, aber in knapp sechs Wochen ist Weihnachten. Falls ihr noch Geschenketipps braucht- ein Buch ist natürlich immer etwas Tolles. Zum Beispiel mein Buch. „Vom Flüchten“ gibt es ab nächster Woche auch als ebook!

Geeignet für alle, die gern Historische Romane lesen, sich für Deutsche Geschichte interessieren oder zur Generation der Kriegsenkel gehören. Oder starke Frauen mögen.